Kürbisanbau, kontinuierliche Aufmerksamkeit für dieses Gemüse der Ausnahme

Kürbisanbau, kontinuierliche Aufmerksamkeit für dieses Gemüse der Ausnahme

Begegnung mit Jean-Michel Crestin

Die Erzeugung bester Kürbisse unter Beachtung des Umweltschutzes, das ist möglich. Dies beweist Jean-Michel Crestin jeden Tag in seinem Betrieb in der Provence. Les vergers Boiron unterstützen ihn in seiner anspruchsvollen Qualitätsbestrebung. Das Ergebnis: immer gesünderes und schmackhafteres Gemüse.
Jean-Michel Crestin kennt sich mit Kürbis aus! In der dritten Generation führt er nun den sechs Hektar großen Betrieb in Graveson, unweit von Avignon im frz. Departement Bouches-du-Rhône. Seit vier Jahren arbeitet er mit Les vergers Boiron zusammen, für die ein Großteil seiner Kürbisse bestimmt ist. Angebaut wird eine von Les vergers Boiron ausgesuchte Kürbissorte, die sich besonders gut für die Verarbeitung zu Püree eignet.
 

Vollreifes Gemüse

„Unser Produktionsrhythmus folgt einem unveränderlichen Kalender“, erzählt Jean-Michel Crestin. „Die Pflanzen werden Ende März/Anfang April gesetzt, geerntet wird Ende September/Anfang Oktober. Wegen der Ernteperiode über mehrere Wochen können wir vollreife Früchte liefern, wie sie Les vergers Boiron verlangt, mit dem typischen Geschmack und den sensorischen Eigenschaften“. Seit mehreren Jahren ist der Gemüsebauer in einer Umweltschutzbestrebung zur Erlangung der „Leafmark“-Zertifizierung engagiert. Dieses Label steht für einen umweltschonenden Anbau und Kontrollen durch unabhängige Prüfstellen.
 

Die Wirksamkeit der PILazo-Methode gegen Stickstoff

Jean-Michel Crestin benutzt die PILazo-Methode, um die Stickstoffdüngung wirksam zu begrenzen. „Jeden Morgen werden die Nitrate im Pflanzensaft gemessen, und ich stimme den benötigten Stickstoff lediglich auf diesen Messwert ab, nicht mehr, nicht weniger. Auf diese Weise konnten 86% der Stickstoffeinheiten eingespart werden. Zusätzlich zum Umweltschutz ergibt diese Methode Kürbisse mit viel höheren Nährwerten. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird genauso sorgfältig betrieben. In diesem Punkt stellen Les vergers Boiron besonders hohe Ansprüche, denn es werden die geringstmöglichen Rückstände gewünscht.“ Jean-Michel Crestin praktiziert ebenfalls eine naturnahe und schonende Schädlingsbekämpfung. Er setzt Raubmilben ein. Diese ernähren sich von den Insekten, welche die Pflanze angreifen, und er behandelt seine Kulturen mit Bacillus subtilis, einem vollkommen natürlichen Pilzschutzmittel. „Und dann mache ich noch eine Schwefelbehandlung, die für unseren Anbau recht gewöhnlich ist, jedoch mit dem Unterschied, dass ich den Schwefel direkt auf den Boden ausbringe und nicht in die Luft sprühe. Auf diese Weise vermeide ich Flecken auf den Kürbissen.“


Natürliche Reinigung durch „Solarisierung“

Da Kürbis ein Gemüse ist, das dazu neigt, die Böden auszulaugen (Starkzehrer), praktiziert Jean-Michel Crestin den Fruchtwechsel in Dreijahresrotation. „Ein ganzes Jahr lang werden die Böden durch die „Solarisierung“ unserer acht Gewächshäuser gereinigt.“ „Im Klartext heißt das, dass wir Kunststofffolien auslegen, wodurch die Temperatur des Bodens auf 40 bis 50°C ansteigt. Die Wirkung der Sonne verbessert den Boden. Mit dieser Methode beseitigen wir auch das Unkraut, ohne Herbizide einzusetzen.“
Kürbis reagiert empfindlich auf Wetterumschwünge und hat einen geringen Ertrag (6kg pro Quadratmeter), also dreimal weniger als Tomate. Jean-Michel Crestin pflegt seine Pflanzen daher ganz besonders. „Wir weißen die Tunnel mit einer natürlichen Farbe, damit wir Verbrennungen durch die Sonne vermeiden“, berichtet er ernsthaft „und am frühen Nachmittag, wenn die Sonne am höchsten steht, benetze ich die Tunnel mit einem feinen Sprühregen, denn Kürbis nimmt bei Feuchte mehr Kalzium auf. Für die Ernte von gesunden, sehr schönen und vollreifen Früchten ist das unerlässlich.“