Weihnachten und Neujahr: Inspirieren Sie sich an der deutschen Konditorenkunst!

Weihnachten und Neujahr: Inspirieren Sie sich an der deutschen Konditorenkunst!

Jean-Christophe Duc präsentiert einfache und großzügige Konditorerzeugnisse, die viel würziger und vor allem viel fruchtiger als französische Pâtisserien sind. Unbedingt nachmachen!

Die deutsche Konditorenkunst bietet einen Schatz an Texturen und Geschmäckern. Les vergers Boiron recherchieren vor Ort, in Begleitung von Jean-Christophe Duc, europäischer Meisterkonditor (französischer und deutscher Meistertitel) bei Harry Genenz, Berlin.
 

Die Grundlagen der deutschen Konditorenkunst

  • Der Respekt der Traditionen

Die Spezialitäten werden weitergeben. Die Rezepturen bleiben über die Zeit identisch, so dass man manchmal ein köstliches nostalgisches Erlebnis mit ihnen verbindet.

  • Die Kunst des Mischens

Die deutschen Konditoren haben keine Angst vor dem Mischen von Zutaten, sie fügen Zitronenabrieb hinzu, Vanille, Salz…

  • Die gekonnte Teigführung

In Deutschland eine wahre Kunst. Gehaltvoll, fein, blättrig… Teig ist ein wichtiger Bestandteil für den Geschmack des Backwerks und dient nicht bloß als Unterlage. Um ihn noch aromatischer zu machen, wird Teig oft gewürzt, so mit Zimt, Tonkabohnen, Gewürznelke…

  • Die Bedeutung von Obst

Die Traditionsgebäcke sind häufig aus sehr gutem Teig gemacht. Um den Geschmack hervorzuheben, wird in Deutschland Obst verwendet, vor allem Himbeere, Aprikose, Orange… Die Kuchen werden mit Fruchtsauce, Püree, mit kandierten und seit kurzem auch halbkandierten Früchte verfeinert. Obst kann auch in der famosen deutschen Buttercreme vorkommen.
 

Importieren Sie berühmte deutsche Traditionskuchen für Weihnachten und Neujahr

Jedes Bundesland und jede Region hat seine eigenen Spezialitäten, aber es gibt in ganz Deutschland 5 große Kuchen, die man unbedingt kennen sollte.

Die Sachertorte*: Eine Schokoladentorte mit Aprikosenkonfitüre. Diese Torte ist seit kurzem mehr gefragt und hat den Kaffeeklatsch wiederbelebt. Bei dieser deutschen Gewohnheit gönnt man sich am Nachmittag eine kleine Pause in einer Konditorei bei Kaffee und Kuchen. In den edlen Berliner Hotels fahren die Kuchenwagen nun wieder am Nachmittag zwischen den dicht besetzten Tischen hindurch.

Der Apfelstrudel*: Hauchdünn ausgerollter Strudelteig mit einem Belag aus säuerlichen Äpfeln, Rosinen und Zimt. Wird warm mit einem Klecks Sahne gegessen.

Die Schwarzwälder Kirschtorte: Feiner, mit Kakao eingefärbter und mit Kirschwasser getränkter Biskuit, gefüllt mit eingelegten Kirschen und Schlagsahne. Dekoriert mit Schokospänen.

Eierlikörkuchen: Ein köstlicher Kuchen mit Eierlikör, eine deutsche Spezialität.

Marzipan: Deutsche lieben Marzipan und deklinieren ihn in viele verschiedene Varianten.
 

Weitere sehr beliebte Spezialitäten

Die folgenden Backwaren sind einfacher in der Zubereitung, aber nicht weniger köstlich:

Lebkuchen: Mit Konfitüre gefüllt und mit Schokolade überzogen.

Linzer Torte*: Eine Obsttorte, gefüllt mit roten Früchten und darüber ein Teiggitter.

Stollen: Mürber Hefeteig mit kandierten Früchten und Marzipanfüllung. Der typische Weihnachtskuchen aus Ostdeutschland.

Baumkuchen: Auch „Spießkuchen“ genannt, sehr verbreitet im Bergland und auf Familienfeiern.

Berliner: Ein in Berlin sehr beliebter Krapfen, mit Konfitüre gefüllt und in Zucker gewälzt.

Kaffeeteilchen (Viennoiserien): In Deutschland gibt es sie in unzähligen Formen, gefüllt mit Konfitüre, mit kandierten oder halbkandierten Früchten belegt…
 

Ahmen Sie die Liebe der Deutschen für kandierte … und bald halbkandierte Früchte nach!

Als große Fruchtliebhaber haben die Deutschen kandierte Früchte (Orangeat) sehr schnell verwendet, um den Geschmack ihres traditionellen Gebäcks zu heben. Kandierte Früchte findet man so gut wie in allen Spezialitäten, sie sind in den Teigen oder im Dekor verarbeitet.

 

Das Halbkandierte von Les vergers Boiron geht einen neuen Weg und bietet einen intensiveren Geschmack, der der frischen Frucht noch näher kommt.

Mit dem Halbkandierten können ebenfalls zartere Backwerke kreiert werden, da die halbkandierten Früchte mehr Feuchtigkeit besitzen. Außerdem enthalten sie weniger Zucker. Die Backwerke bewahren ihre Textur und der Teig muss nicht über Monate reifen, wie es bei den deutschen Reisekuchen, zum Beispiel beim Stollen, der Fall ist.

„Halbkandiertes eignet sich auch perfekt für Brotbäcker“, fügt Jean-Christophe Duc hinzu, der in ihm ein gutes Mittel sieht, um das Bäckereiangebot vielfältiger zu gestalten. In Deutschland, aber warum nicht auch in Frankreich, sind Milchbrötchen gute Kandidaten für diese „Zusammenführung“, genauso wie die Körnerbrote, Sonnenblumen- oder Kürbiskernbrote… „Ich habe mit einem Bauernbrot mit Erdbeere und halbkandierter Zitrone experimentiert. Die Farben waren super, der Geschmack ganz toll und obendrauf wurde der Charakter des frischen Brots respektiert“.

*in Deutschland beliebte Spezialitäten aus Österreich.

 

Oktober 2015