Coronakrise: Austausch mit inspirierenden Wesen

Coronakrise: Austausch mit inspirierenden Wesen

Vom Mund zum Ohr... ins Herz.

 

Michel Celemenski, Redakteur von Les vergers Boiron, berichtet vom Gedankenaustausch, den er mit sieben unserer Berater und Botschafter in Neuseeland, den USA, in der Türkei und in Europa geführt hat.
In über 30 Jahren, in denen ich Redakteur für Les vergers Boiron bin, habe ich noch nie in der ersten Person geschrieben!

 

Meine Arbeit besteht darin, die anderen sprechen zu lassen, Persönlichkeiten in der zweiten Person zu interviewen und Geschichten über schöne Initiativen in der dritten Person zu erzählen.
Doch heute erlaube ich mir, „mit meiner eigenen Stimme zu sprechen“ und möchte sagen, wie tief mich der Austausch über die Coronakrise mit sieben Chefs, Konditoren und Berater Les Vergers in der ganzen Welt getroffen hat. Ich möchte allen danken, auch den Menschen, mit denen ich in der Marketing- und Kommunikationsabteilung zusammenarbeite, besonders Jean-François Granat und Catherine Bonnardel, die mir Gelegenheit gaben, diese wunderschöne, so ehrliche und menschliche Erfahrung zu machen.

 

In den sieben Artikeln über diese schlimme Pandemie steckt viel Hoffnung, Mut und große Beispiele der Menschlichkeit und Widerstandskraft, die mich berührt und inspiriert haben. Keiner von Ihnen hat sich selbst bemitleidet, obwohl diese Krise Sie mit voller Wucht traf.

 

Die Wörter, die am meisten hervorstachen, waren Solidarität, überlegen und neu denken, austauschen, lernen, weitermachen, innovativ sein, verbessern, kreieren... Sie haben ebenfalls von Ihrer Familie und Ihren Freunden, Nachbarn und Bekannten gesprochen, aber auch über Meditation, Tanz, Gesang, Poesie, Natur... Kurz, vom Entdecken oder Wiederentdecken, von dem, was im Leben wichtig ist und den kleinen Dingen, die zu unserem Glück und Wohlbefinden beitragen.
Und dann haben Sie mir andere, schöne Seiten Ihrer Menschlichkeit gezeigt, Ihre Philosophie und Ihre Erfahrungen, die Ihren Weg gepflastert haben. Einen Werdegang, der nicht nur gradlinig verlief, oft Knackpunkte enthielt und immer für Leidenschaft steht. Ich liebte bereits Ihre „Métiers de bouche“, Ihre Verdienste für unsere Gaumenfreuden an unseren wichtigsten Momenten und den glücklichsten Augenblicken unseres Lebens. Sie haben aber auch gezeigt, dass Sie zu einem „Bouche à oreille“, einem „Ohrenschmaus“ in der Lage sind, der ebenso große Freude weckt wie eine Torte für den Kindergeburtstag oder ein Dessert oder einen Cocktail, den man mit seinem oder seiner Allerliebsten teilt.

 

Ein letztes Wort oder vielmehr ein letzter Ausdruck, auf dem ich verweilen möchte: „social distancing“, Abstand halten! Gewiss, dieser epidemiebedingte Begriff ist äußerst wichtig. Wir mussten ihn verstehen und anwenden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und ihm vielleicht ganz den Garaus zu machen. Ich möchte keinen Semantikkurs machen, aber mir wäre es lieber gewesen, hätten wir von „public distancing“ oder „physical distancing“ gesprochen. Denn während der Ausgangssperre hat „social distancing“ eigentlich das Gegenteil seiner Bedeutung bewirkt. In allen Artikeln erwähnen meine Gesprächspartner, dass man „näher zusammenrückt“ und die „Beziehung sich ändert“. Kunden werden zu Unterstützern, Konkurrenten werden manchmal zu Partnern, Nachbarn werden zu Freunden, Chefs und Angestellte arbeiten wirklich zusammen... Ich möchte diese Ausnahmezeit nicht in ein rosarotes oder idyllisches Licht setzen. Wir haben alle Höhen und Tiefen erlebt. Einige Personen überraschten und erstaunten uns, von andern wurden wir enttäuscht. Woran ich mich jedoch in meinen Gesprächen mit diesen Frauen und Männern erinnern möchte ist ihr einzigartiger Wille, aus dieser Situation eine Zeit zu machen, aus der man einfach menschlicher hervorgeht.

 

An Sie alle, danke
Michel Celemenski

 
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Feray Aydogdu Marc Balaguer Freddy Diaz Grégory Doyen Sonia Haumonté Martina Kömpel Martin Lippo