Barzubehör

Barzubehör


Ob Anfänger oder Profi im Cocktailmischen, hier die Mix-Werkzeuge, die hinter die Bar gehören … und auch andere, mit denen Sie Ihre Gäste beeindrucken können.

Das Basis-Zubehör

1/ Stößel („Muddler“)
Mit dem speziell für die Zubereitung von Cocktails bestimmten Barstößel, den es aus Holz, Kunststoff oder Metall gibt, werden Pflanzen zerdrückt, z.B. Minzeblätter, oder Früchte oder Zucker zerstoßen. Sehr praktisch für Mojito, Caipirinha oder Caipiroska. Die großen Stößel werden verwendet, um die Zutaten im Mischglas anzumörsern. Die richtige Technik: Stößel nicht als „Klopfinstrument“ verwenden. Mit dem stern- oder wellenförmigem Stößelende werden die Aromen am besten durch Drücken und Drehen freigesetzt.

2/ Shaker
Shaker gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der formschöne zweiteilige „Manhattan“-Shaker, auch „Continental“ genannt, kam in Europa Anfang des 20. Jh. auf. Weit verbreitet ist ebenfalls der dreiteilige Metallshaker (Ende 19. Jh.), der den Nachteil hat, längere Zeit für das Hantieren zu benötigen, so dass das Eis antauen und sich mit den Flüssigkeiten mischen kann. Der klassische „Boston“-Shaker ist am effizientesten und besteht aus einem großen Becher und einem Mixing glass. Da er größer ist, kann man mehrere Cocktails auf einmal mixen. Die Emulsion ist perfekt, und auch die Kühlung von Zutaten unterschiedlicher Art und Beschaffenheit meistert er mit Bravour. Die richtige Technik: Zuerst Eis hineingeben, nur zu 2/3 füllen. Eine Hand am Shaker, eine Hand am Glas halten, damit nichts auslaufen kann. Kräftig schütteln. Eis absieben.

3/ Rührglas („Mixing glass“)
Das Rührglas mit dickem Rand, aus Glas, Metall oder Kunststoff, mit oder ohne Ausgusslippe, hat ein großes Fassungsvermögen. In ihm werden Cocktails mit dem Löffel gerührt und nicht geschüttelt. Die aufgebrachte Graduierung gestattet das genaue Abmessen der Zutaten und garantiert so die Balance von Flüssigkeiten und Geschmack. Die richtige Technik: Zuerst Eis hineingeben, aber nicht im fertigen Cocktail lassen: es ist weniger trocken und schmilzt schneller.

4/ Barlöffel („Mixing spoon“)
Mit diesem langen Löffel mit gedrehtem Griff erreicht man den Boden des Mixing glass, um die Zutaten von oben nach unten zu rühren und so eine homogene Mischung zu erzielen. Der Löffel dient auch zum Abmessen von Spirituosen oder Softdrinks, oder zum Aufbau von bunten Etagencocktails, für welche die Zutaten über den Löffelrücken ins Glas gegossen werden. Die richtige Technik: Den Löffel rasch von oben nach unten durch das Glas ziehen, nicht darin umrühren.

5/ Barsieb („Strainer“)
Dank seiner Feder hält das Barsieb im Shaker Eis oder Kerne zurück. Diese Strainer werden oft zusammen mit feinmaschigen Barsieben verwendet, die feinere Stoffe, generell Fruchtrückstände, zurückhalten. Der dreiteilige Shaker besitzt im Ausguss bereits ein derartiges Sieb. Die richtige Technik: Leicht zu reinigen und aus rostfreiem Stahl. Für perfekt hygienisches und sauberes Arbeiten. Auf den guten Sitz des Siebs über dem Glas achten.

6/ Cocktailgläser
Glas und Cocktail bilden ein Paar. Oft entscheiden praktische Überlegungen, aber manchmal auch rein ästhetische, welches Glas zu verwenden ist!
> Longdrinkglas (oder Highball) In das hohe Becherglas passen gut Eiswürfel, die den gesamten Cocktail kühlen.
> Tumbler (oder Lowball) Das niedrige Becherglas für den Genuss von Short Drinks. Für männliche Gäste.
> Champagnerglas Für einfache und elegante Cocktails und alle Sekt- und Champagnercocktails.
> Martiniglas Sehr praktisch für Short Drinks, vor allem auf Martini-Basis.
> Hohes schmales Glas Diese Glasform eignet sich gut für geschichtete oder ineinander verlaufende Cocktails.
> Brandyglas Das geweitete und bauchige Glas bewahrt alle Aromen.
> Henkelglas Für heiße Cocktails. Aus dickerem Glas und mit Henkel, damit man sich nicht verbrennt.
> Glasschale Mit breitem Rand, ideal für Cocktails mit Früchten. Auch für Sekt- und Champagnercocktails.

7/ Die Les vergers Boiron-Produkte im Flaschenformat
Für Ihre Cocktails auf Fruchtbasis hält Les vergers Boiron ein Flaschenformat bereit, das auf die Besonderheiten des Barmannberufs abgestimmt ist und sich ideal in den Arbeitsbereich hinter der Bar integriert. Dieses gebrauchsfertige Produkt lässt sich wie frisch im Mixer zubereitete Frucht verwenden und verstopft die Trinkhalme nicht. Die Geschmacksrichtungen (Erdbeere, Himbeere, Brombeere, weißer Pfirsich, Granatapfel, Passionsfrucht, Mango, gelbe Zitrone, Limette und Blutorange) sind 100% natürlich, frei von Farbstoffen, Dickungsmitteln und Konservierungsstoffen. Zum genauen Dosieren werden sie in Flaschen aus weichem Kunststoff mit Ausgusstülle angeboten. Inhalt 480 g, im 12er Karton. Die richtige Technik: Für eine optimale Qualität an Plustemperatur +2°C bis +4°C 24 Stunden lang auftauen lassen. Vor Gebrauch schütteln. Wie frische Frucht verwenden.

Ungewöhnliches und eigenartige Maschinen

Die Glocke für originelle und extravagante Geschmacks- und Geruchsexperimente.
Für einen extra spektakulären Effekt sollte das Utensil bevorzugt aus Glas sein. Vor dem Servieren wird der Cocktail unter der Glocke in Aromenschwaden getaucht. Sobald der Rauch verzogen ist, erlebt man eine erstaunliche Offenbarung. In seiner Bar Mojito Lab in Paris, in der sich alles exklusiv um Mojito dreht, greift Laurent Greco für seinen Smokey Mojito, einem Mojito mit getrockneter Pfefferminze und…Rauch, auf die Glocke zurück.

Vakuumeinspritzung für Cocktails, die sich essen lassen!
Das ebenfalls in der Pariser Mojito Lab stehende Gerät erzeugt Hoch- und Unterdruck und wird verwendet, um einem festen Nahrungsmittel, zum Beispiel Obst, eine Flüssigkeit einzuverleiben. Ein Klassiker von Laurent Greco: der Mojito Pastèque injecté, ein Cocktail aus Wassermelonensirup, Angostura Bitter, Minzeblättchen und Limette, der bei –8 bar von einer Scheibe Wassermelone aufgesogen wird.

Pianocktail
Boris Vian’s phantastische Maschine aus L’Écume des jours (dtsch. Schaum der Tage) wurde vor einigen Jahren von Voel Martin tatsächlich gebaut. Es handelt sich um ein Piano, das schmackhafte Cocktails zusammenstellen kann, während dessen der Pianist Klavier spielt. Der Gast wählt ein Getränk oder eine Melodie aus und gibt beim Pianisten seine Bestellung auf. Mit dieser Erfindung kann man jetzt seine eigene Musik trinken, aber natürlich immer in Maßen! „Ein gut sitzender Triller mischt den Rum mit dem Rohrzuckersirup und die Tequila-Dosis wird mit einem fis dazugeschüttet“. Es gibt auch alkoholfreie Cocktails für Kinder und schwangere Frauen. Und zum späten Abend hin führt eine Rinne die „falschen Noten, die verirrten Wodkadosen und die Gingerspritzer“ zu einem Cocktail zusammen, den man „den Sarg“ nennt.

Morskoiboy, die Cocktail Schreibmaschine
Die von einem Russen erfundene Maschine hat 26 Buchstabentasten, mit denen Pumpen in Bewegung gesetzt werden. Diese saugen die Flüssigkeiten an und mixen so die Cocktails. Diese Maschine reiht sich ein in die smarten Nonsens-Erfindungen und passt zum kürzlich entwickelten Pianococktail. Jeder Buchstabe entspricht einem Geschmack, einer Farbe oder einem Namen. Die Flüssigkeiten werden von der Maschine angesaugt und dann in das Glas gefüllt. Für ein Wort aus 6 Buchstaben soll es über 300 Millionen Mischmöglichkeiten geben. Der Erfinder garantiert jedoch nicht, dass alle Kombinationen schmecken…